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Ernährung
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Ich will für immer leben! :: Zeckenimpfung (FSME)  
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räuber
fest eingezogen




Angemeldet seit: 25.06.2008
Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 06.Feb.09 21:58 Nr: 3021    Titel:  

Hallo Datten: Das ist ja toll, dass du in so kurzer Zeit schon so viel abgenommen hast! *freu* Smile

Hi bimi, und wenn wir Säugetiere sind, dann ist es natürlich, Fleisch zu essen. Zwar sind nicht alle Säugetiere Fleischfresser, doch Affen, unsere nächsten Verwandten, machen sogar vor Kannibalismus nicht halt. So habe ich vor Kurzem eine Doku gesehen, in der eine eine Affenbande bei einem "Überfall" auf eine andere deren Nachwuchs verspeiste. Und auch die Stoffe eines anderen Organismus' für den Eigenbedarf zu nutzen, ist in der Natur verbreitet. Ameisen beispielweise "melken" Läuse wegen ihrer wertvollen Eiweiße. ([http://www.bio-gaertner.de/Articles/II.Pflanzen-allgemeineHinweise/Schaedlinge/Ameisen.html) Da wir Menschen aber Menschen sind, also unserer selbst und auch der anderen Geschöpfe bewusst geworden sind, wissen, was Leid ist, und Fleisch nicht so in Massen nötig haben wie derzeit, bin ich dafür, Tiere wieder in freier Wildbahn zu schießen und Massentierhaltung abzuschaffen. Bei mir ist es übrigens kein Genuss, der mich zum Fleischessen treibt, sondern schlicht und einfach der Nährwert. Nach einer Woche bin ich ausgehungert (trotz Obst & Gemüse) und immer um 2 kg leichter (trotz Untergewicht), und da habe ich gemerkt, dass ein Döner am Wochenende Wunder wirkt. Mehr Obst/Gemüse essen? Das liegt mir einfach nicht so gut im Magen. Für mich ist das optimal so: Vegetarisch in der Woche, einmal Fleisch am Wochenende; und ich meine gelesen zu haben, auf Kreta, wo die Menschen mit am ältesten werden und auch im hohen Alter fit bleiben, wird oder wurde das (früher, bevor Mc Donald's & Co. Einzug gehalten hat) genauso gehandhabt.

Ich bin übrigens auch ein großer Meeresfrüchte-Fan.
Und was Muscheln und Fische betrifft, finde ich es schon fast albern, vor einer "Tötung" Halt zu machen. Wie viele kleine Schnecken, Spinnen, Ameisen werden aus Versehen getötet... Und was ist mit den Pflanzen? Von irgendetwas muss man ja leben. Und ich weiss: Es geht nicht um das "Versehen" (ich passe immer auf!), sondern um die bewusste Handlung. Meist mit dem Gedanken dahinter, dass Fleischverzicht Frieden auf Erden schaffen würde. Aber ganz ehrlich? Ich glaube kaum, dass Fleischverzicht mit Gewaltfreiheit konform ginge... Veganer/Vegetarier sind nicht nur "gute" Menschen und umgedreht.
_________________
"Man hält mich für einen Antimodernen und ultrapessimistischen Technologiegegner. Nun, ob mich das optimistisch oder pessimistisch stimmt, ist hier schnuppe. Es kommt darauf an, ob ich gut geschlafen und gegessen habe."

Guillaume Paoli
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corinna
Gast









BeitragVerfasst am: 06.Feb.09 23:11 Nr: 3022    Titel:  Döner

Huhu Räuber Smile
Also wenn Du meinst, dass Du von ca 100gramm Fleisch soviel zunimmst ...
ich bin etwas irritiert, weil Döner doch aus einer Hackfleischmasse gemacht wird, jedenfalls in Deutschland und das Ganze zum Größtenteil mit so einer dicken Milchpampe vermanscht wird. Und dann wird das als Masse wieder fest. Oder nicht?
Also ich glaube nicht, dass Du da tatsächlich von Fleischessen reden kannst. Aber soweit ich weiß ist da auch eine Unmenge Fett drin. (müßte man mal ein Dönerrezept raussuchen) Nix gegen Fett, ich ess auch gern deftig, aber ich glaube nicht, dass Du Dich vom "Fleisch" besser fühlst.
Der Sache müßte man mal auf den Grund gehen.
Kauf Dir lieber ein ordentliches Steak oder zwei oder drei Smile

Was generell die Sache mit dem Fleischessen angeht; ich denke es ist natürlich wenn Menschen Fleischessen, schließlich sind wir ja die schlimmsten "Raub"tiere.
Bei der Sache mit den Meerestieren usw... Ich seh das etwas anders, ich finde die Gier der Menschen echt abstoßend. Es gibt gerade in den Wohlstandsländern essen im Überfluss, auch genügend Fleisch, schon alleine durch die furchtbare Massentierhaltung - aber nein, es ist immer noch nicht genug; der Mensch muß alles haben und essen was eben zu essen geht. Und wenn die Krabben noch so winzig sind.... Der Mensch muß / will sie haben. Unbedingt. Also unter jeder bedingung sozusagen. Soetwas stößt mich ehrlich gesagt ab. Das ist doch nur maßlose Gier und hat nichts mehr damit zu tun, natürliche Bedürfnisse wie Hunger zu stillen, sondern es ist ein Stillen der eigenen Habgier. Denn man könnte sich ja auch mit dem im Überfluss Vorhandenem gut und gesund ernähren. Heutzutage ist Verzicht auf etwas, geradezu eine Tragödie. Mr. Green meine Güte, wo hin soll sich das noch entwickeln...?
Wenn man am Meer wohnt und das Zeug schwimmt einem vor der Nase rum und weit und breit kein Rind oder anderes in Sicht...ist das schon wieder was anderes. In meinen Augen. Aber das ist echt eine Einstellungssache. Ich denke da wohl ein wenig anders als Du. Die Meere werden nicht leergefischt weil die Menschen Hunger leiden....

Prinzipiell sehe ich es unter einem anderen Aspekt schon so wie Du; wenn man Fleisch essen will, muß man eben auch Tiere töten. (Aber man darf eben die Notwendigkeit nicht außer acht lassen) Wer damit nicht leben kann, der soll halt Müsli mampfen Wink
Bin gespannt was Du dazu sagst.
Das mit Deinen Survivalgedanken ist interessant, willst Du sowas alleine machen Shocked ? Und wo? Und wann? Ich habe das auch schon oft gedacht, ich wollte sowas immer alleine machen aber seit meine (sehr große) Hündin tot ist, würde ich mir das nicht mehr trauen. Aber prinzipiell hab ich keine Ahnung von Survival. Das wäre dann "Survival light" bei mir *lach* Laughing

So ich geh mal in meiner heute fleischlosen Gemüsepfanne rumrühren Wink

*wink*
*mampf*
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räuber
fest eingezogen




Angemeldet seit: 25.06.2008
Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 06.Feb.09 23:16 Nr: 3023    Titel:  

Hey Corinna, ich habe mich falsch ausgedrückt. Smile Ich nehme davon bestimmt nicht zu, aber fühle mich dann nicht mehr so ausgezehrt. Wie schon mal geschrieben: Das Gefühl danach ist irgendwie "rund". Jedenfalls ein sehr positives Gefühl, das ich durch Kräuter, Obst, Gemüse, Brot nicht erreichen kann.

Ach ja, und ich bin, um es noch mal zu betonen, gegen Massentierhaltung und gegen Überfischung und gegen die ganzen Sachen, die doch eigentlich gar niemand braucht. Davon, dass man die Angebote der Natur aus einer Notwendigkeit, also Sättigung, heraus nutzt, war ich ausgegangen. Und davon ausgehend habe ich auch an die Fische und Muscheln gedacht und dass deren Getötetwerden für den menschlichen Hunger sicher kein Drama ist.
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Guillaume Paoli


Zuletzt bearbeitet von räuber am 06.Feb.09 23:30, insgesamt einmal bearbeitet
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corinna
Gast









BeitragVerfasst am: 06.Feb.09 23:30 Nr: 3025    Titel: Oh Ja ! hmhm

Hmhm, ich glaube ich weiß jetzt wie Du es meinst. Das Gefühl kenn ich auch. So ähnlich.
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räuber
fest eingezogen




Angemeldet seit: 25.06.2008
Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 06.Feb.09 23:57 Nr: 3026    Titel:  Survival

Dann wünsche ich dir schon mal guten Appetit! Smile (Falls du nicht schon fertig bist...)

Mich durch die Natur nur mit Messer und ohne Krankenversicherung und ohne all die Lasten der sogenannten Zivilisation zu schlagen, hat für mich in den letzten Jahren, wo ich mich mit sowas wie "Existenzminimum" und "Asketstrategie" Mr. Green , auch praktisch, beschäftigt habe, an Reiz gewonnen. Im Grunde ist mir nicht ganz wohl bei der Vorstellung, aber es muss doch so ein befreiendes Gefühl sein, wenn man merkt: Ich komme durch mit fast nichts! Außerdem ging es mir immer am besten, je weniger ich hatte, weil die Konzentration dann ganz klar wird. Der Gedanke, sich auf ein Ziel zu konzentrieren und jede Muskelfaser darauf zuzubewegen, fesselt mich. Und dann sind da noch die grandiosen Naturlandschaften, die Vielfalt der Gesteine, Tiere und Pflanzen. Der Dschungel ist so ein Raum, den ich bisher nie besonders anziehend fand, aber der mich wegen seiner Artenvielfalt und exotischen Geräusche, die an das, was hier vor vielen tausend Jahren gewesen sein könnte, erinnern, letztens doch gepackt hat. Und dann ist da die Wüste, die mir wegen ihrer Leere und Täuschungen gefällt. Leider sind beide Gebiete nicht ganz ungefährlich Laughing und in Letzterem häufen sich die Entführungen... Darauf hab ich jedenfalls keine Lust.
Ich schwanke zwischen Alleinlosziehen und gemeinsam. In einer Gruppe würde's sicher besonders abenteuerlich werden, aber dann finde ich ja nicht heraus, wie überlebensfähig ich alleine bin. Im März fliege ich erst mal zusammen mit meinem Freund nach Kreta, um dort eine Zeitlang zu leben/zu arbeiten. Vielleicht kann ich mich ja dann auch mal von der Kultur & den Menschen verabschieden und meiner Wege gehen, eine Kunst ist es dort sicher nicht. Wink Ach ja, und Ahnung von "Survival" hab ich auch nicht, aber ich habe gemerkt, das Wissen wächst mit dem Tun. Wink Ich komme jedenfalls immer mehr von der deutschen Gründlichkeit in der Vorbereitung ab; es langweilt mich, verdirbt mir die Motivation, und so oft kommt dann doch immer alles ganz anders. Ich habe letztens von einem Mann gelesen, der mit dem Kajak von Deutschland bis zum Schwarzen Meer gefahren ist, obwohl Kajakfahren so gar nicht zu seinen wohlvertrauten Tätigkeiten gehörte. Unterwegs hat er sich von Schokolade ernährt. Smile Er hat mich inspiriert.

Hier ist der Bericht, er war noch gespeichert:

http://www.geo.de/GEO/reisen/reisetipps/58349.html?p=1&pageview=&pageview=
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Guillaume Paoli
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corinna
Gast









BeitragVerfasst am: 07.Feb.09 03:04 Nr: 3029    Titel: Oooh ! sahara

Ach Du Heimatland!! .... ganz schön wagemutig. Muß es denn gleich die Sahara sein? Und im Dschungel gibt es komische Tiere die Dich vielleicht lecker finden. Shocked Passt ja gut zum Ernährungsthema. Wink

Also ich würde mich vielleicht erst mal etwas vertraut machen, mit der dortigen Flora und Fauna. Wo auch immer Du hinwillst. Selbst in Griechenland gibt es kleine Vogelspinnen, harmlose Skorpione und echt giftige Vipern. Na hauptsache Du bist nicht allergisch. Das Dir die deutsche Gründlichkeit die Lust an Abenteuer nimmt, kann ich mir vorstellen. Das ewige Vorbereiten und die Bedenken usw. allerdings sind manche Tierchen auch nicht zu verachten. naja, so völlig unvorbereitet wäre, glaube ich, nicht so gut. Vielleicht hat ja Rüdiger Nehberg ein paar Tips für Dich.
In jedem Falle würde ich an Deiner Stelle beim ersten mal nicht allein losziehen. Ist wahrscheinlich nicht so einfach wie man denkt. Eine Verletzung, ein Biss, eine Infektion... Hm, vielleicht erst mal Erfahrungen sammeln?
Also ich will Dich ja nicht auf einer Vermisstenliste wiederfinden. Sad

Fang doch mal ganz konservativ und urdeutsch mit der sächsischen Schweiz an Wink

Wie auch immer, ich finde es toll, dass Du sowas machen willst. Stellt sich gleich wieder die Frage der Ernährung. Was isst man denn im Dschungel oder in der Sahara? *dummguck*
außer Schokolade...die wird wohl auch bei Sonnenschein zerlaufen.

Aber dieses Freiheitsgefühl stellt sich ganz sicher ein Smile

*wink*

Achso, der Bericht ist interessant aber dort steht doch, dass er sich am Tag 3 bis 4 warme Mahlzeiten gegönnt hat.
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bimi
fühlt sich wohl hier



Alter: 29
Angemeldet seit: 25.04.2008
Beiträge: 91



BeitragVerfasst am: 07.Feb.09 04:38 Nr: 3030    Titel:  

Ich versuche so gut wie möglich nach dem Ahimsa zu leben (bedeutet Gewaltlosigkeit)
Eine Verhaltensregel, die das Töten oder Verletzen von Lebewesen untersagt bzw. auf ein unumgängliches Minimum beschränkt.

Deshalb strebe ich auch eine Frugane Ernährungsweise an, nur das ist alles andere als einfach, vorallem so das man keine mangelerscheinungen bekommt, und vorallem bei uns, wo einfach nicht soviele früchte wachsen.
Darum lebe ich zur zeit ja auch "nur" vegan, das ist sehr einfach auch ohne mangelerscheinungen.

Aber um Gewaltlosigkeit in seiner vollkommenheit zu leben müßte ich wie ein Sannyasi leben, also auch in völliger Besitzlosigkeit.

Aber dafür würde ich in ein warmes land ziehen indem ich auch nackt im freien schlafen und leben kann, und mich nur vom notwendigsten ernähre (früchte usw).
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räuber
fest eingezogen




Angemeldet seit: 25.06.2008
Beiträge: 261



BeitragVerfasst am: 07.Feb.09 23:47 Nr: 3048    Titel:  

Hallo Corinna, mach' dir keine Sorgen, ich habe keine Lust, draufzugehen und werde auf jeden Fall vorher ausreichend recherchieren (in Griechenland gibt es Vipern? Surprised ) und dann meine Grenzen Stück für Stück ausloten. Ach ja, und auf Rüdiger Nehbergs Homepage hab' ich auch schon einen Blick geworfen. Wink Den finde ich nämlich ganz toll (auf dem Baumstamm über den Atlantik... Smile ).

bimi, einen Fruganer zum ersten Mal getroffen und erfahren, dass es sowas überhaupt gibt (Ernährung nur mit Früchten), hab' ich auch auf dem "Lebensgut Pommritz". Da gab es jemanden, der hat sich seine (exotischen) Früchte immer aus dem Internet bestellt und er war der Meinung, dass davon eine jahrelange Entzündung weggegangen sei. Aber wie ich gerade beim Googeln gelesen habe, gibt's da wohl wieder sehr geteilte Meinungen bezüglich des Gesundseins einer solchen Ernährungsweise. Wenn du magst, kannst du ja etwas darüber erzählen, mich würde es jedenfalls interessieren. Hast du dich schon mal eine Zeitlang ausschließlich frugan ernährt?
Nur Früchte zur Speise & Besitzlosigkeit finde ich auch ansprechend, aber weniger der Gewaltlosigkeit wegen, sondern weil sich daraus so eine große Unabhängigkeit ergibt.
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Guillaume Paoli
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oeffi
fest eingezogen




Angemeldet seit: 15.03.2008
Beiträge: 776



BeitragVerfasst am: 09.Feb.09 10:40 Nr: 3074    Titel:  Ein paar Öffi-Kommentare... Ganzheitlich denken!...

Ich glaube, daß viele Fragen durch den (oberflächlichen) Blick aus einer "sauber verpackten egozentrischen bürgerlichen Welt" leicht an den realistischen Möglichkeiten (und Notwendigkeiten!) vorbeisehen...
Schon eine frugane Ernährung, welche die Früchte insgesamt, auch mit Kernen etc. - und am besten, wenn nicht mit den Würmern, so doch mit deren Exkrementen im Apfel... - einbeziehen würde, hat m.E. kaum noch Mangel-Gefahren...

Und, lieber Bimi, Du denkst an Konsequenzen der Gewaltfreiheit (für Räuber ja bekennendermaßen nicht so interessant...), wenn es um vegane oder frugane Ernährung geht --- aber wie sehr denkst Du an Gewaltfreiheit, wenn es um die sozialen Probleme bzw. eine Notwendigkeit sozialer Revolution geht?! Ein Gandhi wäre sehr dagegen gewesen, in wärmere einfachere Länder zu gehen, statt äußerst dringende soziale oder politische Aufgaben im eigenen Heimatland anzupacken...

So werden dann Keimlinge wie unsere Aussteiger-Projekte in Deutschland (bzw. an den mächtigsten westlichen Schaltzentralen) - obwohl man sich, wenn man da mitmachen würde, auch nicht "abquälen" müßte! - , locker alleine gelassen, weil man es "ganz leicht" bzw. "leichtestmöglich" haben will...
Ist dann auch so eine Form oberflächlicher egoistischer Gier, so wie wir unbedingt auch noch die Meere leer fischen müssen, auch wenn wir genug anderes haben...

Und es ist in meinen Augen auch nicht nur so, wie es Räuber mal beschreibt, daß es nur darauf ankäme, ob man aus Hunger oder Spaß ißt, ob dann z.B. die Meeresfrüchte gerechtfertigt werden könnten... Ich glaube, wir Menschen wären eigentlich verantwortlich, "runde bzw. organische" Modelle verantwortlichen Lebens zu praktizieren... Wo dann Vieles zusammenkommen müßte: gewaltfreie Entscheidungsformen, gerechtes liebevolles Teilen, und vor Ort naturintegrierte Selbstversorgung - so daß auch für den Hunger Anderes dran wäre als kapitalistisch hertransportierte Meeresfrüchte...

Ich grüße das "Natürliche (Göttliche) Licht" in Allen,
Öffi
_________________
Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen!
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moni
Gast









BeitragVerfasst am: 09.Feb.09 11:04 Nr: 3075    Titel:  

Der Sinn der fruganen Ernährung ist doch, nur das zu essen, was die Natur uns zum verspeisen freiwillig überlässt, also Früchte und Nüsse. Insekten und deren Larven, die sich in den Früchten befinden, gehören da nicht dazu und müssten entfernt werden. Wers genau nimmt wird auch darauf achten, die Sammen selbst zumindest nicht zu beschädigen (einige Samen keimen aber gerade dann besonders gut wenn sie verdaut wurden und dann mitsammt Dünger abgelegt werden). Kleiner Denkfehler!

Ansonsten ist so eine bisschen Gewaltfreiheit im Kleinen doch schon mal besser als nichts (wie der Alkoholiker nur noch die Hälfte säuft und dafür ein paar Kerzen für die Gemeinschaft kauft) und daher doch auch für einen Schenker lobenswert.
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Kettwiesel
fest eingezogen



Alter: 64
Angemeldet seit: 25.12.2008
Beiträge: 1715



BeitragVerfasst am: 08.März.09 02:15 Nr: 3537    Titel:  Re: Ernährung

räuber hat folgendes geschrieben:
Hallo, ich habe gerade in einem anderen Forum ein Thema zum Bio-Kaufen gelesen; einige meinten, Bio sei ihnen zu teuer. Früher habe ich das auch immer geglaubt, doch mit der richtigen (Einkaufs)strategie, dem Weniger-ist-Mehr und vor allem der Mäßigung beim Essen wird's sogar noch billiger... (Wenn ich mir die Preise der ganzen Süßigkeiten ansehe, die ich schon seit Langem ganz weglasse, weil sie mir einfach nicht mehr schmecken.) Worauf ich hinauswill: Ich glaube, die Deutschen haben keine Ahnung vom Ernähren. Meist gilt hier Masse statt Klasse, Stopfen statt Genießen. Riesen Portionen und viel Fleisch. Dazu muss ich sagen, dass ich ja aus'm Osten komme, wo das eventuell alles noch viel schlimmer und weiter hinterher als in "Westdeutschland" ist. Jedoch in ganz Deutschland wird häufig noch Wert gelegt auf Frühstück, Mittagessen, Abendessen. Das ist mir viel zu viel.

Deshalb frage ich mich: Warum so viel essen?
Worin liegen die Ursachen dafür?


Dafür gibt es eine ganz kurze Erklärung, Gekocht wird das was man hat, ob es zusammenpasst nach den Idealen Vorstellungen oder nicht. Natiumglutamat (Geschmaksverstärker machen einen abhängig) hat mann sich davon mal verabschiedet kommt einen das Kotzen, von Süßigkeiten. Mann isst Wenniger und hat jede Menge Balaststoffe, Wenn ich euch sage die Eier meiner Hühner sind Grün, glaubt ihr mir das nicht! Warum nicht? weil ihr es nicht anders kennt. Und ich sage euch nochwas meine grünen Eier werden euch nicht schmecken, warum? Weil ihr nie echte Eier gegessen habt. Meine Hühner fressen nur Gras deshalb sind die Eier auch grün.

Und so ist es mit allen, man muss seine Vorurteile einfach abschalten. Bauern sind dreckig und stinken... alles schön und gut, aber sie werden jeden Stadtmenschen 25 Jahre länger überleben, wenn sie nicht zu saufen anfangen!
_________________

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albu
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Alter: 61
Angemeldet seit: 01.02.2009
Beiträge: 1825



BeitragVerfasst am: 11.März.09 08:48 Nr: 3654    Titel:  Re: Ernährung

Natiumglutamat (Geschmaksverstärker machen einen abhängig)

kommt aus der schweinemast wurde dort eingesetzt um den appetit der sauen zu zügeln ich denke mal für den menschen nicht ganz so toll

ich muss aber sagen nachdem ich mich kommplett frei von Natiumglutamat und das schon ein paar jahre ernähre , und man dan doch mal etwas untergeschoben (vertig/halvertigprodukt) bekommt ist das im mund eine unangenehme geschacks explosion und als folge von dem habe ich hinterher noch nach std. massiven durst
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Kettwiesel
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Alter: 64
Angemeldet seit: 25.12.2008
Beiträge: 1715



BeitragVerfasst am: 11.März.09 15:25 Nr: 3660    Titel:  

da bringste bissel was durcheinander, Saccharin (E 954) Süßstoff wird in der Schweinemaßt eingesetzt, um den Apetit der Säue zu steigern, damit sie schneller Fett werden und schneller wachsen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Kochsalzersatz
Mononatriumglutamat
http://de.wikipedia.org/wiki/Mononatriumglutamat
Geschmacksverstärker
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschmacksverst%C3%A4rker
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Alter: 61
Angemeldet seit: 01.02.2009
Beiträge: 1825



BeitragVerfasst am: 11.März.09 21:21 Nr: 3666    Titel:  

ja gut möglich so weit habe ich mich auch nicht belesen fackt ist doch ein wenn man es ist schmeckt alles viel geiler halt wie das rad neu erfunden und glaube mir ich habe damit echt die erfahrung gemacht wo minderwertiges zeug auf die art und weise aufgepeppt wurde
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Angemeldet seit: 15.03.2008
Beiträge: 776



BeitragVerfasst am: 15.März.09 16:28 Nr: 3707    Titel:  Ein uralter Öff-Text zu Ernährung...

Jemand hat einen uralten Text von mir zu Ernährung rausgekramt, den ich Euch hier auch nicht vorenthalten möchte...

Argumente zu einer richtigen Ernährung (von Schenker ÖffÖff)

I. Grundhaltung: Man betrachtet die ganze Welt als eine lebendige Einheit und sich selbst als ein Glied darin. (Siehe das Grundsatzpapier "Ein Leitfaden bzw. Zellprogramm weltanschaulicher Grundorientierung“.)Daraus folgt: Sich-Einordnen mit seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen, im rechten Verhältnis zu den Fähigkeiten und Bedürfnissen der übrigen Wesen und Dinge in der Welt.


Woraus sich BESCHEIDENHEIT ergibt,1.- weil man unmittelbar zu unkontrolliertem Übermaß neigt;- damit das eigene Verhalten in seinen Folgen überschaubar und verantwortbar wird,- damit man möglichst vielen Menschen in dieser Welt ein glückliches Leben ermöglicht,- damit man auch den übrigen Wesen und Dingen der Welt ihr an sich gegebenes Lebens- und Daseinsrecht zugesteht. Um dabei die angemessene Verhältnismäßigkeit zu wahren, sollte man z.B., wenn es schon unvermeidlich ist, sich von anderem Leben zu ernähren, dafür die niedrigstmögliche Stufe von Leben wählen, möglichst ohne Tötung oder Qual dieser Lebewesen etc.
II. PRAKTISCHE KONSEQUENZEN: Eine rein pflanzliche Ernährung ist nicht nur die Ernährungsform, die die niedrigstmögliche Stufe von Leben als Nahrung verwendet, sondern sie kann auch die Ernährungsform mit dem kleinstmöglichen Aufwand an Rohstoffen, Energie und Material sein. Das Tier ist eigentlich weniger eine Alternative als vielmehr ein Umweg, da Tiere sich ja wiederum von pflanzlichen Rohstoffen ernähren und diese bei der 'Veredelung’ durch das Tier erheblich an Nährwert für den Menschen verlieren. Daher ist sie gemäß den unter I. genannten Maßstäben wohl grundsätzlich vorzuziehen. Zumal sie gesundheitlich zumindest nicht weniger wertvoll als andere Ernährungsweisen sein muß, was zur erheblich größeren Zahl der so zu ernährenden Menschen hinzukommt. (Bei der gesundheitlichen Bewertung sind durch Fehl- oder Mangelernährung bewirkte Ausnahmesituationen wie in Teilen der "Dritten Welt" natürlich ausgenommen; diesbezüglich siehe z.B. die Argumente der internationalen "Tilapia"-0rganisation.) Allerdings sind, wie es mehr oder weniger jedoch auch bei den anderen Ernährungsweisen der Fall ist, bei der rein pflanzlichen Ernährungsform konkrete Richtlinien über ihre gesunde Durchführung zu beachten. Natürlich ist es sinnvoll, bei einer derartig begründeten rein pflanzlichen Ernährung auch den Aufwand vor, während und nach einer Mahlzeit so bescheiden wie möglich zu halten: z.B. geringe Zubereitung, wenig Kochen, wenig Geschirr, wenig Spülen. Dabei wird eine Mahlzeit hier erst einmal nur als Ernährungsvorgang zur Erhaltung und Förderung der körperlichen Fähigkeiten betrachtet, nicht unter anderen Gesichtspunkte die unter Umständen mehr Aufwand rechtfertigen könnten: eine Mahlzeit z.B. als Ort der Entspannung, der Begegnung, der Kommunikation oder als kulturelles Element (siehe z.B. ein christliches 'Abendmahl’)... Allerdings wäre die bescheidenste und sinnvollste Lebensweise wohl in der harmonischen Einordnung in - z.T. verschieden mögliche - 'natürlich Kreisläufe’ zu sehen, was auch unter bestimmten Lebensbedingungen Viehwirtschaft vielleicht sinnvoll erscheinen lassen mag... Solche Argumente können allerdings wohl kein größeres Gewicht haben, solange man seine Nahrungsmittel durch Einkäufe oder geschenkte Reste und auf ähnliche Weisen bezieht. Denn bei Einkäufen z.B. im normalen Supermarkt ist nicht davon auszugehen, daß die Erzeugnisse unter Berücksichtigung natürlicher Kreisläufe erzeugt und vertrieben wurden. Selbst bei Einkäufen in irgendwelchen 'Alternativbetrieben oder -läden" ist Vorsicht geboten. Denn zwar kann man dort vielleicht davon ausgehen, daß die Erzeugnisse nicht aus naturfeindlichen Chemiemonokulturen stammen oder z.B. von Viehherden und Futtermittelanbau, wodurch in manchen "Dritte-Welt-Ländern" der Anbau von Grundnahrungsmitteln für hungernde Menschen verdrängt wird. Aber es ist immer noch leicht möglich, daß z.B. "Hühner in Bodenhaltung" Bestandteil eines ansonsten ganz normalen Betriebs in unserem Wirtschaftssystem sind und als dekorative Umweltschutzversion des unmenschlichen 'kapitalistischen’ Leistungsprinzips wirtschaftlich ausgeschlachtet werden. Da Schutz des Menschen vor Schutz des Tieres geht, müßte man auch von solchen Einrichtungen möglichst Abstand nehmen. Und selbst das Leben von geschenkten Resten z.B. eines Supermarkts ist ein Leben am Ende des so nicht wirklich auffangbaren oder sinnvoll verwendbaren Stroms unverantwortlicher und verschwenderischer Herstellung und Transportierung. Das Argument 'natürlicher Kreislauf’ , auch als Argument für vielleicht sinnvollen Einbezug tierischer Nahrungsmittel, hat wohl erst da echtes Gewicht, wo ein ganzheitlich gerechter Lebenszusammenhang besteht, d.h. wohl in autarken alternativen Kommunitäten, wo natürliche Kreisläufe echt erkennbar, kontrollierbar und insgesamt sinnvoll sind, und wo dadurch die selbständige Lebensfähigkeit eines zu unserer Gesellschaft alternativen Systems gezeigt wird. Ansonsten - bei Einkäufen, Resten etc. - ist wohl anzuraten, seine Beteiligung, wenn sie schon nötig erscheint, so gering wie möglich zu halten, also so wenig wie möglich daraus zu beziehen und bevorzugt das, was den geringstmöglichen Aufwand des Systems verursacht: Argument wohl für eine möglichst vegetarische Ernährung... In der Tat gibt es aber wohl gute Gründe, z.B. noch von Resten zu leben, wenn man etwa meint, sich so sehr erstmal um die Menschen im gesellschaftlichen System kümmern zu müssen, daß man sich noch nicht unmittelbar ausreichend um landwirtschaftliche Selbstversorgung kümmern kann... Andererseits wäre es dann vielleicht aber auch in Erwägung zu ziehen, wenn man noch zu sehr in den Straßen der Städte steckt, um vegetarisch autark zu leben, ob man statt vielleicht gar einer Beteiligung am gesellschaftlichen System (Geld-Verwendung etc.) den Vegetarismus nicht etwas übertreten Könnte oder sollte. Auch wenn man dabei nicht unbedingt so weit gehen muß, den frisierten Lieblingsschoßpudel einer betuchten Bürgerin zu grillen und vor Gericht auf Mundraub zu plädieren, sondern bei "Fleisch aus dem Container" etc. bleiben kann, zeigt sich, daß ich hier am Ende bei konkreten Ermessensfragen gelandet bin (- auch, wie weit Gelegenheitsarbeit oder Betteln Versorgungsmöglichkeiten sein können*...) , die ich dem Gewissen des Einzelnen überlassen möchte. Trotz begründeter Grenzen und Ausnahmen ist dabei möglichst unmittelbare Ganzheitlichkeit ("Der Weg ist das Ziel.") gewiß anzustreben, also eine möglichst selbstversorgende und möglichst vegetarische Ernährung, wobei die Fragestellung sinnvoll ist, wie weit man sich aus der bereits umgebenden (Rest-) Natur - ohne Anbau, gleichsam als 'Sammler’ - ernähren kann, oder was der unumgängliche Mindestaufwand an landwirtschaftlichem Anbau wäre, den man dazu ergänzen müßte.

*Betteln war die Lebensgrundlage für z.B. Jesus, die Apostel (außer Paulus), Franz von Assisi, Buddha etc.; Gelegenheitsarbeiten waren die Lebensgrundlage des Apostels Paulus und wurden – statt zu betteln – auch von Gandhi empfohlen, Lanza del Vasto stellte sich als Lebensgrundlage seines Ideals eines für Gewaltfreiheit eintretenden ‚Vagabunden’ wohl auch Gelegenheitsarbeiten vor…

((Der Text stammt aus der Zeit, in der ÖffÖff im Emmaus-Zentrum Dachsberg lebte. 1989-1991))
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Ich grüße das 'Natürliche (Göttliche) Licht' in Allen!
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